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Unibewerbungen

Joa, wie der Titel sagt: Zurzeit heißt es mich eifrig bei Unis Bewerben. Von Norden (Hannover) zum Süden (Stuttgart) und vom Westen (Dortmund) bis in den Osten (Leipzig) – und noch ein paar mehr! Viel geschreibe und Papierkram aber mal gucken wo es hinführt..!!! Bin schon gespannt wo ich landen werde.

Ansonsten geht es so langsam echt auf die Zielgrade meines Jahres hier in England. Bin viel beschäftigt auf der Arbeit wobei es derzeit im Garten recht viel zu tun gibt und ich somit draußen arbeiten kann. Heute war ich mit meinem Chef und seiner Family richtig lecker Essen (chinesisch) und Morgen gibts bei uns Rinderbraten und wir haben nen paar Leute zum Essen eingeladen. War des Peters Idee und er war dann so frei für 25€ Braten zu kaufen. Muss ich erlich sagen das ich des Geld nicht gehabt hätte aber er meinte er würde des gerne bezahlen – da hab ich natürlich nichts gegen :) Achso.. Peter ist bei uns der Dritte im Bunde (also inner WG). Dario, meine Wenigkeit und der Peter.

Ja, übernächstes Wochenende hoffe ich nach London fahren zu können und dann meine Rückreisegenehmigung nach Deutschland inner Botschaft zu bekommen. Mal sehen wie des so wird, vorallem wieviel mich der Spaß kostet.

Soweit.. Wollt nur mal wieder sagen das ich lebe und es mir wie immer gut geht :)

Mmmhhh, mein Pass läuft aus. Und mein Perso auch. Also mal beim Konsul in Leeds anrufen. Das war vor 3 Wochen, da war noch alles klar. Nur war der Konsul in Urlaub, also letzte Woche Mittwoch nochmal angerufen. Und dann wars vorbei mit dem Frieden. „Es tut uns leid. Aber wir sind derzeit nicht befugt Passanträge zu beantragen, es ändern sich derzeit die Gesetze. Bitte kommen sie Ende Juli auf uns zurück!“

Naja, also die Botschaft in London. „Es tut uns Leid. Da sie hier in England nur ein FSJ machen, sind wir nicht für sie Zuständig da sie noch in Deutschland gemeldet sind. Bitte wenden sie sich an die zuständige Gemeinde in Deutschland um einen neuen Pass zu beantragen.“ Das ist Kevelaer, wo ich seit letztem Sommer gemeldet bin (meine Eltern sind da letzten Sommer hingezogen).

Na Bravo. Wie soll ich denn nach Kevelaer kommen um einen neuen Pass zu beantragen??? So einfach geht das nicht. Vorallem wenn der alte bald nicht mehr gültig ist. Also habe ich seit letzte Woche Mittwoch ungefäht Täglich mit unterschiedlichen Behörden telefoniert. Die deutsche Botschaft kann mir eine Einreisegenehmigung ausstellen, mit der ich einmalig nach Deutschland reisen kann aber nicht mehr aus Deutschland rauskomme solange kein neuer „richtiger“ Pass da ist. Das Problem ist nicht nach Deutschland zurück zu kommen (Ende Juli) sondern das Ende Juni Freunde von mir in Hannover heiraten und ich dafür schon Flüge gebucht habe und mich wahnsinnig darauf freue.

Wenn ich aber zur Hochzeit fliege und nur die Einreisegenehmigung habe, kann ich anschließend nicht wieder zurück nach England. Gut, und was jetzt??

Nach unzähligen Telefonaten habe ich nun „die“ Lösung gefunden:

1. Ich muss im Laufe des Juni nach London zur dt. Botschaft um die einmalige Einreisegenehmigung ausgestellt zu bekommen

2. Ich muss in Kevelaer auf dem Rathaus anrufen, dass die mir eine „Passunbedenklichkeitsbescheinugung“ ausstellen und diese nach Isernhagen zum Rathaus schicken.

3. Wenn beides funktioniert hat, kann ich nach Hannover fliegen. Aber dann fängt der Spaß erst an!!!

4. Freitagabend in Hannover landen, Samstag Hochzeit feiern und Sonntagabend irgendwas mit alten Schulfreunden machen

5. Montagmorgen um 8Uhr muss ich zum Rathaus in Isernhagen und mich in Isernhagen mit Zweitwohnsitz neu anmelden. Dies geht auf die Adresse eine Freundes ohne Mitvertrag oder so. Ist halt Papierkram.

6. Wenn nun 1. die Passunbedenklichkeitsbescheinigung aus Kevelaer da ist und 2. ich mit Zweitwohnsitz in Isernhagen neuangemeldet bin, dann kann mir die Gemeinde Isernhagen einen vorläufigen Reisepass ausstellen.

7. Wenn ich nun diesen vorläufigen Reisepass habe, muss ich meinen Zweitwohnsitz in Isernhagen wieder abmelden. Das passiert alles an einem Vormittag.

8. Wenn ich dann 1. meinen neuen Pass habe und 2. in Isernhagen wieder abgemeldet bin (nachdem ich ca. 3 Stunden wieder Isernhägener war), dann kann ich zum Flughafen und um  16:20 nach England abheben. Alles an einem Tag!!!

9. Noch Fragen zur deutschen Bürokratie???

Jetzt muss ich nurnoch nen Freund finden bei dem ich mich mit einem Zweitwohnsitz anmelden kann (da wird sich bestimmt jemand finden) und beten dass ich alle Papiere irgendwie bekomme. Ach so, ich bin gespannt wie abgenervt diejenige im Rathaus Isernhagen sein wird die meine Papiere durcharbeiten darf.

Ich dem Sinne: Ich freu mich auf Deutschland und kann nur jedem raten sich ein Jahr im vorraus seine Pässe neu zubeantragen.

Wenn ihr nicht durchgestiegen seid, dann fragt. Ich bin anfangs auch nicht durchgestiegen ;)

Letztes Wochenende war ich mal wieder in Deutschland fürn paar Tage :) Meine Eltern sind ja letzten Sommer umgezogen und die hatten dann fürs letzte Wochenende die Familie meiner Mum eingeladen und einmal das neue Haus und die neue Umgebung zu zeigen. Leider sind (aus verschiedensten Gründen) nur ein Onkel und dessen Family sowie mein Großvater gekommen. Aber auch durch die kleinere Gruppengröße als erwartet (oder vielleicht auch gerade deswegen), hatten wir eine super schöne Zeit miteinander. Einen Tag waren wir zusammen in Venlo (Holland), haben die Stadt angeschaut, die Frauen waren shoppen, haben nen gemütlichen Kaffeegetrunken etc und sind dann Nachmittags Minigolf spielen gewesen – boah hatte ich das lang nicht mehr gemacht, aber dennoch gewonnen :) Und Abends haben wir dann richtig fett gegrillt, war das nen Schmaus :)

Einen Tag waren wir auf einem Mittelalter Festival, was sich erstmal etwas komisch anhört aber echt witzig war. Da liefen zwar teilweise echt skuriele Gestalten rum (die dachten wohl echt sie würden im Mittelalter leben), aber es war super cool. Gab Ritterkämpfe, Live Musik, jede Menge Dinge zum anschaun und sogar einen Feuerspuckenden Drachen!!

Am Sonntag war ich dann nochmal in Holland beim Cornerstone, einer Bibelschule die zum WEC gehört. 2 Freunde von mir machen dort ein FSJ (also dasselbe was ich mache) und da das nur ne halbe Stunde von meinen Eltern weg ist, hab ich die Gelegenheit gepackt und die einmal besucht. Es war richtig interessant einmal die Bibelschule zu sehen, hatte ne kleine „Führung“ durchs Gebäude etc aber vorallem hatte ich einfach ne super Zeit mit den Jungs. Habe mich so gefreut die nach 9 monaten wiederzusehen und etwas Zeit mit Ihnen verbringen zu können. (an die anderen FSJ’ler: War bei Epkes und Moritz)

Am Montag sollte ich dann eigentlich zurück fliegen. ABER dann wurde auch ich Opfer der Aschewolke und konnte erst am Dienstag zurück nach England. Also habe ich mich am Montag und Dienstag um Papierkram gekümmert, habe mich auf die Suche nach nem Aushilfsjob fürn Sommer gemacht und und und. Montagabend war ich dann mit meiner Schwester in Kevelaer auf der Kirmis, habe ihren Freund  und viele ihrer neuen Schulfreunde kennen lernen können! Also war es im Endeffekt sogar gut den einen extra Tag zu haben :)

Soweit von Deutschland, ihr hört bald schon wieder von mir!!

WOW – WAS FÜR EIN WOCHENENDE!!!!

Ich war letztes Wochenende in Bulstrode, dem „Hauptsitz“ von WEC International in der Nähe von London auf einer Konferenz mit dem Titel „Praying for the Nations“ – „Beten für die Nationen“ (WEC ist die Missionsgesellschaft für die ich arbeite). Was für eine Zeit. Ich bin Donnerstagmorgen um 5 mit meinem Chef hier in Leeds aufgebrochen und wir waren dann Donnerstag um 9 in Bulstrode. Meine Chefs hatten dann Meetings und ich (und Dario) haben dann in Bulstrode bei den Vorbereitungen geholfen. Zelte aufstellen, Stühle stellen und halt überall wo gerade Hilfe gebraucht wurde anpacken. Genauso sah es dann am Freitag aus, wobei es Gott sei Dank keine zu harte Arbeit war.

Freitagabend sind wir dann mit 8 Jungs zum Chinesen Essen gegangen und hatten nen super Abend (in Bulstrode sind vll 12-15 Volunteers, darunter 6 Jungs in meinen Alter+ Dario und mich macht 8). 2 von denen kannten Dario und ich schon und die haben sich so gefreut uns wieder zu sehen dass wir alle zusammen zur Feier des Tages richtig fein Essen waren – was auch den Vorteil hatte die anderen 4 Jungs besser kennen zu lernen.

Samstag, Sonntag und Montag (Feiertag) war dann die Konferenz, und die war bombastisch. Ich musste zwar jeden Tag für etwa 3 Stunden „arbeiten“, aber ich war Gott sei Dank so eingeteilt das ich von der eigentlichen Konferenz nichts verpasst habe.

Es gab jeden Tag 2 Gottesdienste und zwischendurch Seminare. Am Samstag hat Pete Greig (Gründer des 24/7 Prayer Movements) bei beiden Gottesdiensten gepredigt und die Soul Survivor Band hat den Worship geleitet. Er hat über die Wichtigkeit und Kraft des Gebets gesprochen und es war extrem herausfordernd.

Am Sonntag hat George Verwer gepredigt (beide Gottesdienste), er ist der Gründer von Operation Mobilisation (OM) und hat zum einen aus seinem Leben erzählt, wie er zum Glauben gekommen ist und die Anfänge von OM. Wie er durch das Jahrelange Gebet einer Frau zum Glauben gekommen ist und wie er und OM auf Grund dieses Gebets Weltweit arbeiten können. Wie wichtig ihm persönlich Gebet ist und wie sehr Gebet die Arbeit von OM beeinflusst.

Montagmorgen hat Michael Jaffarian gepredigt, der für Operation World arbeitet und für einen Großteil der Recherchen des gleichnamigen Buches verantwortlich ist. Operation World ist absolut empfehlenswert, ein Buch mit Artikeln über jedes einzelne Land der Welt, die Situation im Land, politisch aber besonders auch im Bezug auf den Glauben und zu jedem Land der Erde Gebetsanliegen für die man beten kann. Im Oktober wird die 7te Auflage herauskommen. Er hat Beispiele genannt, wie sich unterschiedliche Länder entwickeln haben in Bezug auf Gebetsanliegen von Operation World und wie ganze Gemeinden sind, wie Missionare ausgesandt wurden und und und.. Alles auf Grund des Buches und des damit verbundenen Gebets.

Montagnachmittag hat dann wieder George Verwer gepredigt, was ich aber leider leider verpasst habe. Es muss absolut genial und gesegnet gewesen sein und wer des englischen einigermaßen mächtig ist, dem lege ich sehr nahe einmal den Blog von John Bagg zu lesen. John ist der UK Director von WEC und hat auf seinem Blog die Hauptaussage der Predigt und auch des Wochenendes echt gut zusammen gefasst.

http://jb-pressingon.blogspot.com/

Soweit erst mal.. Bis bald und ganz liebe Grüße aus England!!!

(und sry an alle Nichtchristen, war für euch vll nicht ganz so interessant..)

2 Wochen ist es nun schon her und hier bin ich mal wieder. Hier ist die letzten Wochen nicht so viel passiert, aber ich wollte mich dennoch kurz melden.

Letzte Woche MIttwoch hatte Dario Geburtstag und wir hatten nen echt coolen Tag. Waren Mittags bei unserm Chef zum Essen eingeladen (wodurch die Mittagspause etwas verlängert wurde :) ) und das war richtig lecker. Gab irgendwas französisches, was mich ein wenig an Gulasch erinnert hat und boah, das war echt lecker. Abends haben wir dann „alle“ zusammen Fußball geguckt hier bei uns inner Wohung. Mein Chef und seine Frau, deren beiden Töchter , wir 3 Deutschen, zwei weitere Mitarbeiter des Haus und dazu noch nen Freund von Dario hier aus Leeds (übrigens waren wir beim Mittagessen die gleiche Gruppe an Leuten. abzüglich des Freundes). Also den ganzen Tag richtig Gemeinschaft und Leute um einen herum. Und Bayern hat natürlich gewonnen. Auch wenn alle anderen versucht haben und zu ärgern und Lyon angefeurt haben, hat nichts gebracht. Wer zu letzt lacht lacht am besten :)

Das Wochenende war dann nen alter Schulfreun von Dario hier, vom dem ich aber garnicht so viel gesehen habe da die beiden quasi durchgängig im Studio waren und zusammen Musik gemacht haben. Unglaublich, die haben nur über Musik geredet.. Aber so denken manche bei mir wohl über Fußball, haha..

Beim Thema Fußball.. Spiele mitlerweile jeden Montagabend Fußball und es macht sooooooo einen Spaß, habe das echt mega vermisst. Eine der ganz wenigen Sachen die ich echt vermisst habe. Das wird von einer Gemeinde organisiert in die die ältere Tochter meines Chefs geht und wo ich versuchen will, den Abend Gottesdienst zu besuchen. Die Gemeinde wurde vor 7 Jahren gegründet (im Wohnzimmer) und hat mitlerweile über 400 Mitglieder, größtenteils Studenten und junge Menschen. Echt cool.. Aber zurück zum Thema. Mit denen geh ich jetzt also Montagabends Fußballspielen und es macht wahnsinning Spaß. Wir spielen von 22:0-23:30 und dazu kommen dann noch in etwa 45 Minuten mit dem Rad hin und zurück. Aber es lohnt sich. Letzten Montag wurd ich allerdings einmal richtig „nett“ getreten, meine linke Wade ist quasi zur Hälfte Blau. Die Wade, bis unten an den Knöchel wo sich das dann nochmal in der Größe einer handfläche ausbreitet. Keine Ahnung wie sowas passieren kann.

Soooooweit so gut.. Nicht so viel passiert aber dennoch was geschrieben :) Bald kommt auch mein neuer Rundbrief !!!

Letzten Wochen

Da bin ich mal wieder :) Die letzten 2 Wochen war doch einiges los, sodass ich mal wieder was von mir hören lassen will!!

1,5 Wochen ist ein echt schönes Ostern nun schon her. Darios Familie (Eltern, 2 Schwestern, Bruder und Freundin) waren über Ostern für 6 Tage hier und es es war ne richtig coole Zeit. Hab mich mit denen super verstanden, wir hatten jede Menge Spaß und endlich mal wieder richtig leben inner Bude. Als Großfamilienkind vermisst man das schon irgendwie manchmal. Freitag und Montag hatte ich frei und habe es ziemlich genossen einmal die Füße hochzulegen. Dario war mit seiner Familie Freitag und Montag Tagsüber unterwegs, sodass ich mal ein wenig on my own war und Fußball gucken und gammeln konnte. Abends und auch die restlichen Tage Tagsüber hab ich dann auch mit denen was gemacht und waren z.B. im Park Fußballspielen.

Ostersonntag war es dann richtig cool „Familie“ drumherum zu haben. Bzw. eine Familienmutter.. Leckres Osterfrühstück, Ostereiersuchen am Nachmittags (6 Leute suchen – Micha findet 7 von 18 Eiern, yeah) und auch nen echt cooler Gottesdienst. War echt ne coole Zeit. Und das zu schreiben erinnert mich grad dran, dass ich Darios Mama nochmal ne Nachricht schreiben wollte um mich zu bedanken für die ganzen Tage und so alles :)

Letzte Woche Samstag war ich dann mal wieder auf Entdeckungstour mit nem Ehepaar hier vom SPH und es war richtig cool. Ich war mit Allan 4 Stunden Wandern in Richmond. Richmond ist eine der ältesten Städte England mit einer Burg von 1069 und ist wunderschön gelegen. Die Stadt/Burg liegt auf nem Berg (oh ja, Yorkshire is teilweise richtig hügelig), unterhalb der Stadt verläuft die Swale (in etwa wie die Ostrach – die Family weiß was ich meinen) und drumherum Wald, wunderschöne Wiesen mit Kühen und Schafen und super Wanderwege.

Allan und ich sind ne Route gegangen von der Burg aus aus aus der Stadt über die Felder und Weiden runter zum Fluss, dann am Fluss entlang bis hin zu einer alten Klosterruine (riesig) und dann auf der anderen Flussseite zurück zur Burg und dem Auto. Das ganze waren etwas knapp unter 4 Stunden und echt super schön und ich habe es total genossen. Kurze Hose und T-Shirt – etwa 23° und Sonnenschein. Echt nen Traum.

Sonntagabend hatten wir dann nen Männerabend.. Dario und ich hatten 3 Jungs auser Gemeinde da (16, 18 und 18) und wir haben richtig fett gegrillt, Lagerfeuer gemacht, nen Bierchen getrunken und jede Menge Spaß gehabt. habs total genossen, auch wenn ich Montag dann etwas Müde auf der Arbeit war xD

Soweit mal wieder..

Wie gesagt – hab mich versucht kurz zu halten ;)

ganz liebe Grüße –  in 4 Wochen gibts schon wieder deutschen Boden unter den Füßen xD

Der Tod

Was für eine Überschrift für einen Blogeintrag…

In meinem letzten Blogeintrag von 2 Wochen hatte ich geschrieben, dass mein Großvater gestorben ist und ich nach Deutschland fliege. Das war ein super anstrengender und trauriger Trip, aber ich bin froh das ich die Gelegenheit hatte so kurzfristig nach Deutschland zu fliegen. Am Montag ist der gestorben, ich habe dann Dienstag den Flug gebucht und bin Mittwoch nach Deutschland geflogen. Donnerstag mit den Eltern und den 2 meiner Geschwistern 500km nach Süddeutschland zur Beerdigung gefahren, das ganze Samstag wieder zurück und am Sonntag (21.03.) dann wieder in Flieger nach England.

Aber es war eine echt gute Zeit. Die Beerdigung war nur im engsten Familienkreis, schlicht gehalten aber sehr schön. Ich war so froh nochmal AUF WIEDERSEHEN sagen zu können. Und auch die Gedenkfeier dann im größeren Kreis war echt schön, aus dem Leben des Opas zu hören. Geschichten die man noch nicht kannte, kleine Anekdoten die einen dann doch auch zum Schmunzeln gebracht haben. Waren dann auch noch für kurze Zeit bei der Oma (schon 91) und haben alte Photos angeschaut und über unsere Erinnerungen gequatscht. Mir ist nicht eine negative Erinnerung eingefallen. Mein Opa war einfach der hammer.

Nachdem ich dann wieder in England angekommen bin, hatte letzten Freitag einer der Mitarbeiter hier einen Herzinfarkt und ist Abends im Krankenhaus gestorben. Und auch wenn er mir bei weitem nicht so Nahe stand wie mein Opa (ist ja klar..) war es doch wieder hart. Ivan war schon 84, aber hat mit einer Leidenschaft seine Arbeit geliebt und war für mich in der kurzen Zeit ein echtes Vorbild gewesen. Wir waren des öfteren Abends bei ihm und seiner Frau zum Essen und DVD schaun. Im Herzen schien er mir manchmal jünger als ich selbst.. Aber es ist schon komisch grad von einer Beerdigung zu kommen und dann gleich den nächsten Toten „zu haben“.

Und dann? Kriege ich am Samstag eine E-Mail von meinem Papa das meine Cousine im Sterben liegt. 43 jahre alt, Verheiratet, Mutter von 3 Kindern.. Bei ihr war schon zum 3ten mal Krebs ausgebrochen und diesmal war alle Hoffnung zu spät – heute ist sie gestorben. Das ist echt komisch, innerhalb von 2 Wochen 3 Menschen.

Da könnte man echt den Kopf in den Sand stecken. Sitzt man in England und würde in dem Moment einfach am liebsten bei der Familie sein. Gerade nach dem Tod meines Opa bevor ich nach Deutschland bin, die 2 Tage waren schrecklich. Ich war einfach unglaublich traurig, habe Abends im bett gelegen und geheult und mich nur nach zu Hause gesehnt. Das erste Mal das ich wärend der ganzen Zeit hier nach Hause wollte. Aber relativ schnell ist die Trauer in Zuversicht gewichen.

Denn wisst ihr was? Nächstes Wochenende ist Ostern. Und was gibt es schöneres als den Tod und die Auferstehung Jesus vor 2000 Jahren. Gottes Sohn ist auf die Welt gekommen, hat als Mensch gelebt und wurde stellvertretend für unsere Sünden und all den Mist den wir fabrizieren gekreuzigt. Aber er ist vom Tode auferstanden. Jesus hat den Tod besiegt und herrscht nun im Himmel.

Jesus selber sagte (nachzulesen in Johannes 11, 25+26):

»Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Er wird ewig leben, weil er an mich geglaubt hat, und niemals sterben.«

Was gibt es schöneres als diese Aussage? Jesus lebt, und wer an ihn glaubt und ihm Vertraut wird ewiges Leben haben. Es gibt ein Leben nach dem Tod. Jesus hat am Kreuz dafür bezahlt, mit seinem Tod hat er bezahlt. Und gibt uns das ewige Leben als Geschenk. Wir müssen es nur annehmen und an ihn Glauben.

Ich habe weiter oben absichtlich AUF WIEDERSEHEN in Großbuchstaben geschrieben. Denn ich werde meinen Opa im Himmel wiedersehen. Genauso wie meinen Arbeitskollegen und meine Cousine. Denn sie alle haben geglaubt. An Jesu Tod, die Auferstehung und das ewige Leben.

Hast du diese Zuversicht? Weißt du was einmal sein wird nach dem Tod? Hast du gar Angst davor?

Bete zu Gott, fange an die Bibel zu lesen und Antworten zu suchen. Gott wird sie die geben. Antworten zum Tod. Und Zuversicht für all das was kommen mag. Denn er liebt DICH.

Bei Fragen etc fühlt euch frei mir zu schreiben. Sonst natürlich auch.. Ich freue mich immer über E-Mails :)

Liebe Grüße und Gottes Segen,

euer Micha

Auf Entdeckungsreise

Lezten Samstag war ich mal wieder den ganzen unterwegs, und zwar im Nidderdale Reservoir. Das Reservoir ist ein alter Stausee, der in einem Naturschutzgebiet liegt und man kann dort wunderschön wandern. Die Gegend um Leeds ist echt hügelig und je weiter man in den Norden kommt desto hügeliger wird die Landschaft. Das Reservoir liegt etwa eine Autostunde nördlich von uns hier und ich war mir noch 3 Mitarbeitern dort.

Wir sind „morgens“ um 11 los und waren Abends um 8 wieder zu Hause, also ein langer Tag der sich aber super gelohnt hat. Wir machen Samstags ab und zu mal kleine Entdeckungsreisen, sprich Wanderungen und waren schon im Moor, haben nen Schloss angekuckt und was man hier alles so „sehen“, bzw. bewandern kann in der Umgebung. Dieses mal war es mit 4 Man die kleinste Gruppe, im Moor waren wir 12 oder 13, also schon eine stattliche Anzahl. Ich finde das echt cool, weil es zum einen super ist mit den Kollegen auch mal rauszukommen und einfach die Gemeinschaft zu genießen, aber zum anderen komme ich auch dazu was von Yorkshire zu sehen. Und Yorkshire ist wunderschön. Es erinnert mich ein wenig ans Allgäu, auch wenn man hier nur Schafe und Schafe und Schafe finder anstelle von Kühen und Kühen und Kühen im Allgäu. Es ist echt hügelig, geht bis auf 1000Meter hoch und auf den Bergspitzen lag auch noch Schnee.

Die Strecke die wir im Samstag gewandert sind war vielleicht 12km lang wofür wir etwa 3 Stunden gebraucht haben. Auf dem Rückweg sind wir dann noch bei einer berühmten Sehenswürdigkeit Yorkshires gehalten, eine Felsenlandschaft mit hunderten von riesigen Steinen (Felsen) die auf nem Hügel „rumfliegen“. Das war echt genial. Riesige Steine die da rumliegen und keiner weiß wo sie herkommen. Durch das Gebiet sind wir dann noch ne halbe Stunde gelaufen und überall nur riesige Steine. Ich fands cool mir vorzustellen, wie Gott im Himmel saß als er die Erde erschaffen hat und dort einfach super kreativ war. Wie wenn wir son Computerspiel spielen bei dem man sich seine Welt kreieren muss bevor man dort Siedlungen baut. Gottes Schöpfung ist einfach so genial. Das denke ich mir jeden Morgen wenn ich im Bett liege, die Vögel zwitschern höre und die Sonne durchs Fenser strahlt: Gott, du bist einfach der hammer. Wie du die Welt geschaffen hast ist einfach genial!

Also.. Mit diesem kleinen Eindruck meiner Entdeckungsreise verabschide ich mich mal wieder.. Mittwoch fliege ich spontan nach Deutschland, da könnt ihr für beten..!!! Mein Opa ist heute Morgen gestorben und für ne Beerdigung in die Heimat fliegen ist nicht das schönste. Aber dazu vll mehr wenn ich wieder da bin..

Jemandem eine Freunde machen. Ist das nicht die größe Freude auch für einen selbst wenn man einen anderen glücklich sieht..???

Ne Freundin von mir war übers letzte Wochenende in London und da habe ich mit der Frau bei der sie wohnt (Andrea) die Gelegenheit genutzt und ihr Zimmer neu dekoriert und gestrichen. Das Mädel (Rachel) ist mit gerade 15 zu Hause raus und wohnt jetzt seit 1,5 Jahren bei einer Frau aus der Gemeinde. Da gab es nur ein Problem. Ihr Zimmer war grün, von nem jungen gestrichen und Rachel hasst grün hat aber nie etwas gesagt aus Dankbarkeit darüber, überhaupt dort leben zu können.

Also kam Andrea dann auf die das Zimmer neu zu dekorieren. Wir haben das Zimmer weiß gestrichen mit einer Seitenwand Schwarzer Tapete. Dazu noch Rosa Vorhänge, Rosa Bettwäsche und nen Schwarzer Sesselbezug (war vorher Blau).

So mega viel Arbeit war es garnicht, aber man hat es echt mit Freude gemacht. Und als Rachel dann aus London zurück war, hat sie sich so gefreut. Konnte es fast garnicht glauben und dachte zuerst sie wäre im Nachbarhaus oder so.

Ich musste daran denken, wie wir damals meinem Bruder als er von den Philippinen zurück gekommen war, das Mottorad geschenkt haben. Das Moped war zwar von der Arbeit und auch von den Kosten viel aufwendiger, aber in der Sache gleich. Als man die Freude sah, als Aaron das Moped gesehen hatte war all die Mühe vergessen.

Und so auch mit dem Zimmer. Das Arbeiten bis spät in die Nacht, die Müdigkeit am nächsten Tag etc. Beim Anblick der Freude des anderen alles vergessen.

Anderen eine Freude machen ist einfach so cool :)

Nachdem die Schwestern nicht einmal eine Woche weg waren, hieß es diesen Montag schon wieder: Auf geht’s, es kommt Besuch aus Deutschland. Stephan, nen Schulfreund von mir, ist Montag gekommen und nachdem ich ihn am späten Morgen vom Bahnhof abgeholt habe, haben wir den Montag gechillt, gequatscht, „alte“ Geschichten aus der Schulzeit rausgeholt und ich hab Stephan dann kurz die Studios hier gezeigt.

Am Dienstag war dann aber endlich DER Tag gekommen auf wir doch schon länger gewartet haben. OLD TRAFFORD. Die beiden Worte sagen wohl schon seeeehr viel. Um die Mittagszeit wir los und haben so 2-3 Stunden in Leeds verbracht, haben uns die Stadt angesehen, in nen paar Läden gewesen und zwischenzeitlich noch was Essen gegangen. bei 5Pfund für nen frischen Burger mit Pommes und nem Bier kann man sich nicht beschweren. Mittagstisch :)

Gegen 4 sind wir dann auf zum Bahnhof und ab gings nach Manchester. Haha, eine kleine Anekdote zur englischen Logik: Das Zugticket Leeds-Manchester inkl. Rückfahrt kostet pro Person 15 Pfund. Das Einzelticket Leeds-Manchester Airport kostet? 20Pfund.. Das muss man nicht verstehen.

Wie dem auch sei..  Nachdem wir dann in Manchester angekommen waren, war ich um jede Warnung froh: Manchester ist die hässlichste Stadt die ich in meinem ganzen Leben je gesehen habe. Die Architektur der Stadt, der Häuser, der Aufbau der Stadt war einfach hässlich. Ich war echt froh das wir vorher gewarnt wurden nicht den ganzen Tag nach Manchester zu fahren. Nach ner halben Stunde wussten wir nicht mehr was wir machen sollen, weil wir ne halbe Stunde lang einfach nur zwischen iwelchen Häusern und Geschäften rumgelaufen sind, wo einfach nichts irgendwie mit einander harmoniert. Sowas hab ich echt noch nie gesehen. Die Innenstadt besteht aus Bürokomplexen mit Läden zwischendurch. Halloo?? Wer hat sich das ausgedacht?

Naja, wir haben uns dann entschlossen nen Pub aufzusuchen und vorm Stadion noch n Bier zu trinken. Nachdem wir dann einen gefunden haben, schau ich noch schnell durchs Fenster und sag zu Stephan: „Ey, da sind NUR Schwarze drin“, das war nicht diskriminierend gemeint sondern das war einfach so. Naja, Stephan meinte nur „Halb so Wild“ oder so und da waren wir dann auch schon drin und haben unser Bier bestellt. Es war allerdings wirklich nicht ein einziger anderer Weiser in dem Laden (das Bier hat geschmeckt) und wir haben uns sau unwohl gefühlt. Man hatte echt das gefühl jeder guckt uns an und es war wirklich so.. Sobald die Tür aufging, ein Gruß von jedem an jeden, ein Blick zu uns uns ein Stirnrunzeln. Dabei war das echt nen schicker Laden, recht groß und sah super aus. Aber es war uns dann so strange, das wir echt nur unser Bier getrunken haben und sogar drauf verzichteten, da aufs Klo zu gehen. Naja, hätten vielleicht einfach woanders hingehen sollen.

Laaaange Rede kurzer Sinn: das eigentliche war dafür DER MEGAHAMMER. Allein Old Trafford (das Stadion) ist gigantisch, davor zu stehen ist einfach unbeschreiblich. Die Atmosphäre war der hammer und dann ins Stadion rein, Sitzplätze suchen und dann den Blick schweifen lassen. Die Atmosphäre im Stadion war echt klasse wobei ich von der Stimmung ein bisschen enttäuscht war. Die war nicht so wie man es sich vorstellt, aber das lag warscheinlich einfach daran, dass es wärend der Woche war und WestHam nun auch nicht der Top Gegner ist (und dennoch eine meiner Lieblingsmanschaften). Es war einfach Old Trafford…

Da hat sich jeder einzelner Euro gelohnt. Und der Trip mit allein drum und dran war Sau Teuer. Den März über heißt es jetzt etwas kürzer treten. Aber gut, das macht man ja auch nicht allzuoft. Eigentlich wollte ich jetzt schreiben „nur einmal im Leben“ aber wenn ich nochmal Tickets bekomm, werd ich nochmal gehen. Ne gute Freundin von mir hier (Rachel) ist ManU Fan und wenn ich nochmal an Tickets rankomm, werd ich mit ihr nochmal den Trip nach Manchester machen. Lohnen tut es sich einfach wirklich.

Okay.. Ich fange an mich zu wiederholen. Das ist entweder ein Zeichen dafür, das ich ins Schwärmen gerate oder aber das ich Müde bin. Und beides ist sehr stark der Fall.. Ich könnte noch Stundenlang erzählen wir begeistert ich von der Atmosphäre und dem „Geist“ des Old Trafford war, ich könnte jetzt aber auch Stundenlang Schlafen. Und das tu ich jetzt auch.

Eine Gute Nacht, Gottes Segen und bis bald,

euer Micha

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